designation nun auch in Wien

Juni 24th, 2009

designation Werbeagentur WienZur Abwechslung mal Neuigkeiten in eigener Sache: Die Design- und Werbeagentur designation - Strategie | Kommunikation | Design, die ich vor 4 Jahren gegründet habe, wächst wieder ein Stückchen, denn wir sind nunmehr auch mit einem Büro in Wien vertreten. Damit das Heimweh nicht allzu groß wird,  haben wir uns dazu sehr schöne Räumlichkeiten in der Plankengasse - im 1. Bezirk nahe der Kärntner Straße - gesucht. Von dort aus wollen wir die Wiener mit unserem Know-How in strategischer Werbung, unserer speziellen Kompetenz in Corporate Design und Corporate Publishing und natürlich mit unserem Kärntner Charme erobern…

Das Foto zeigt den - selbst bei bewölktem Wetter - herrlichen Ausblick von unserem dortigen Agentursitz: Am Ende der  Seilergasse kann man den Graben sehen, und gleich rechts davon sind die Dächer und der Turm des Stephansdoms erkennbar.

Sag ja zu “A”

Juni 3rd, 2009

081119_madeinaustria.gifAls ich ein Kind war, lief im Fernsehen ja immer die beliebte Sendung “Made in Austria”. Ich Drei-Käse-Hoch staunte dann jedesmal, was alles aus Österreich kommt. Das damals sehr verbreitete Logo war für mich weniger ein Wirtschaftskennzeichen, sondern vielmehr eine Identifikation mit Österreich. Leider sah man es das 1978 eingeführte Herkunftskennzeichen ab 2002 immer weniger, als die Vereinigung “Made in Austria” aufgelöst wurde.

up2009-5-28-37801.gifUmso begrüßenswerter ist es, dass es nun ein neues - und meiner Ansicht nach auch schickes - Logo gibt. Kritik fehlt natürlich auch hier nicht, da nur 50% der Wertschöpfung tatsächlich in Österreich stattfinden müssen, aber als selbst engagierter Österreich-Wertschöpfer musste ich bereits feststellen, dass ein höherer Anteil oft nur schwer erreichbar ist. 

Nähere Details zum neuen Logo konnte ich übrigens noch nicht finden, die Kurzmeldung stammt von hier.

Talent und der erste Eindruck

April 18th, 2009

Heute morgen habe ich nach einem Hinweis von FM4 ein ergreifendes Video gesehen, das ich niemand vorenthalten würde.

Während in Österreich bei den Casting-Shows noch nie ein wirklicher “Star” herausgekommen ist - von diversen “Sternchen”, deren Relevanz und Talent trotz hübscher Fassade schnell wieder verblassen -, überrascht “Britain Got Talent” nach Paul Potts nun mit einem weiteren Naturtalent: Susan Boyle.

Maria Th. Radinger referierte letzten Donnerstag in Klagenfurt über “die Macht des ersten Eindrucks” bzw. den falschen Eindruck, den man machen kann. Ich denke, Susan Boyle stellt hier ein aussergewöhnliches und zugleich erfrischendes Beispiel dazu dar…

Wahlkampf in Kärnten: eine Abrechnung

Februar 27th, 2009

Wahlwerbung

Zwei Tage vor dem großen Wahltag – Kärnten wählt den Landtag, die Gemeinderäte sowie Bürgermeister – ist es Zeit, einen kleinen Blick auf die vergangenen Wochen zu werfen. Obwohl so klein ist der Blick gar nicht, denn wohin man blickt, wird man mit Parteiwerbung “zugemüllt”. Österreich ist ja bereits ein Phänomen, was Plakate im Wahlkampf betrifft, und Kärntens Parteien haben da heuer neue Maßstäbe gesetzt: Momentan stehen an manchen Straßen die Parteiplakate im Drei-Meter-Abstand. Das Klagenfurter Kabelfernsehen ist voll mit Beiträgen über den jeweils “besten” Bürgermeisterkandidaten. Sogar im Alternativkino schaltet eine ansonsten nicht sehr an kritischer Kunst interessierte Partei ihre Spots… Doch woher kommt das Geld dafür?

Vor einigen Jahren erkannte ein damals noch blauer Landeshauptmann, dass man auf Steuerkosten auch Parteiwerbung machen kann. Anfangs hat dies seine rote Rivalin noch kritisiert, sehr schnell hat sie es jedoch auch für sich angenommen, und mittlerweile haben die drei Regierungsparteien dieses Prinzip perfektioniert. Das Rezept ist einfach: Man nehme sich eine Botschaft, die niemand weh tut (z.B. “Mehr Bahnfahren!”), verpackt diese in ein Inserat mit dem kleinen Logo der Landesregierung (das jedoch auch der Parteiwahllinie sehr ähnlich sein darf) und einem großen Foto des Politikers und zeige damit, wie sehr die Bevölkerung der jeweiligen Partei am Herzen liegt.

Leider liegen vielmehr die Parteien der Bevölkerung auf der Brieftasche: Die Grünen haben ausgerechnet, dass allein das BZÖ täglich Inserate um 20.000 Euro auf Steuerkosten schaltet. Mitte Februar bedeutete dies bereits 1,2 Millionen Euro Eigenwerbung für BZÖ, die ÖVP war mit knapp einer halben Million Euro bis dahin selbst sehr werbefreundlich. Und die SPÖ nahm sich 300.000 Euro aus öffentlichen Mitteln für Ihre Selbstdarstellung. Da waren die 250.000 Euro für eine sehr umstrittene Imagebroschüre diese Woche, die interessanterweise nur BZÖ-Politiker zeigt, noch gar nicht berücksichtigt. Quasi ein Selbstbedienungsladen auf Kosten der Bevölkerung, die das einfach so hinnimmt. Georg Holzer hat dazu eine aussagestarke Gegenüberstellung gemacht. Wie hoch die Kosten nämlich wirklich sind, bleibt seit Jahren unbekannt: Seit 2005 wurde kein Landesrechnungsabschluss erstellt, die Schulden explodieren. Dafür wurde 2004 noch in unglaublicher BZÖ-SPÖ-Einigkeit eine Erhöhung der Parteienfinanzierung beschlossen. Proporz, Gier und Freunderlwirtschaft ruinieren dieses Land!

Die Kärntner Werbeagenturen, die hier involviert sind, jubeln natürlich laut einem Horizont-Beitrag. No na, finden sie hier ja die Traumbedingungen einer Werbekampagne vor: Ein Kunde, der aus Verzweiflung oder Unwissenheit wirklich jede Werbemaßnahme annimmt, und quasi unbegrenztes Budget. Egal, wer am Sonntag zur stimmenstärksten Partei gewählt wird, wird dies nur wegen der ständigen Penetration mit Wahlwerbung schaffen, nicht wegen kreativen Lösungen. Oder wie heißt es so schön:

“Mit voller Hose ist leicht stinken.”

Der mündige Bürger wird am Sonntag in der Wahlkabine mangels wählbarer Kandidaten daher wohl nur schwer wissen, wen er wählen soll, jedoch sollte er wissen, wen er nicht wählen darf… Diese Situation der Steuergeldverschwendung hat in den letzten Jahren unglaublich zugenommen, die drei Regierungsparteien werden auch immer unverfrorener. Sollten wir daher für die Zukunft noch mehr besorgt sein? Schließlich sagt ein anderes gescheites Sprichwort:

“Der Futtertrog bleibt der gleiche, nur die Schweine wechseln.”

Ich plädiere daher, eine der Kleinparteien zu wählen. Aber bitte nicht jene, die trotz Ausländerhass und “Deutsch-Bewusstsein” in fast jeder Publikation einen Rechtschreibfehler haben…

Personalmanagement made by Telekom Austria

Februar 24th, 2009



Und was lernen wir daraus?

  1. Auch ein Charakterschwein kann gutverdienender Vorstand eines staatsnahen Unternehmens werden.
  2. Unser Bildungssystem muss offensichtlich noch einen langen Weg in Bezug auf Englischfähigkeiten von Maturanten gehen.

Cash in my pocket…

Januar 16th, 2009

Alle Großunternehmen jammern und betteln momentan um Steuergelder, um ihre angeblich fehlenden Gewinne auszugleichen. “Gewinne privatisieren - Verluste verstaatlichen” ist dabei die Devise.

Das geniale Video des britischen Rappers Wiley zeigt dabei die Grundproblematik mit diesen Unternehmen (und ihren Managern) - übrigens auch sehr sehenswert wegen der hervorragenden Regie:

Es wird wirklich Zeit für neue Werte für die Wirtschaft

P.S.: Das Video gibt’s übrigens hier in besserer Qualität.

McCain-Obama auf Kärntnerisch

Januar 8th, 2009

McCanoriDer Wahlkampf um den Sessel des Landeshauptmanns ist in Kärnten derzeit schon im vollen Gange und nimmt bereits einige seltsamen Formen an.

So zeigt sich der Spitzenkandidat der FPÖ jetzt mit einem Schriftzug, der wie eine Mischung aus den Logos von McCain und Obama erscheint. Jetzt muss man als nichtösterreichischer Leser dieses Blogs wissen, dass diese Partei sehr stark dem rechtspopulistischen Lager zuzurechnen ist, weshalb die grafischen Symbole eines schwarzen Politikers (und zwar in der Hautfarbe schwarz, nicht im Parteibuch) hier umso mehr verwundern. Schließlich sind die “Freiheitlichen” alles andere als “ausländerfreundlich” (trotz des ausländisch wirkenden Namens ihres Spitzenkandidaten).

Wahrscheinlich um diesen Widerspruch zwischen “geklauten” Logo eines Nicht-Weißen und ihrer politischen Position zu entkräften, haben die Logo-Jungs die Typo des US-Gegenkandidaten vergewaltigt und machten daraus ein “McCanori”… In Kärnten treffen sich also Republikaner und Demokraten in einer Person! Hallelujah!

P.S.: Dass solche Widersprüche in dieser Partei überhaupt kein Problem sind, bewies schon ihr Bundesvorsitzender, der das bekannte Portrait des kommunistischen Idols Che Guevara einfach für sich adaptierte.

Es ist da!

Oktober 14th, 2008

macbook20081014.jpg

Das neue MacBook… bald auch auf einem Schreibtisch bei designation! :)

Alles, was Recht ist…

Oktober 4th, 2008

Gestern hieß es wiedermal die Schulbank zu drücken, denn Meinhard Ciresa, seines Zeichen Rechtsanwalt und einer der wenigen Urheberrechtsexperten in Österreich, referierte im Rahmen eines Workshops von design austria über Design & Recht – Abwicklung und Schutz von Design-Projekten”.

Dass so ein umfangreiches Thema nicht schnell abgehandelt werden kann, war vorhersehbar, deshalb reichten die vier Stunden auch leider nur für die Hälfte der Unterlagen. Fragen aus der Praxis gehen nunmal vor (ansonsten sollte das dazugehörige Buch eh in jeder Designerbibliothek vorhanden sein), und gerade hier zeigte sich dann die große Grauzone der Rechtsprechung, der wir in unserer täglichen Arbeit ausgesetzt sind. Der “g’sunde Menschenverstand” findet in diesen Problemen leider keine Anwendung…

Die “Präsentationsfalle”

Trotzdem ein kurzer Hinweis, den ich persönlich sehr interessant gefunden habe: Die Präsentation von Ideen und Konzepten vor einem Kunden stellt einen Designer oder eine Agentur vor die Herausforderung, dass diese nur in seltenen Fällen urheberrechtlichen Schutz genießen, sondern nur deren Umsetzung. Einige schwarze Schafe unten den Auftraggebern sahen deshalb manchmal kein Problem darin, Auszüge eines präsentierten Konzepts zu verwenden, ohne dem Schöpfer dieser Idee eine entsprechende Abgeltung zu honorieren. Im Rahmen des Prozesses zwischen einer oberösterreichischen Agentur und einer Hendlrestaurant-Kette sah der Oberste Gerichtshof nun jedoch sehr wohl eine Schutzfähigkeit von präsentierten Ideen, Konzepten, Slogans usw. vor. Zwar nicht im Rahmen des Urheberrechts, sondern durch die zivilrechtlichen “Vorvertraglichen Schutz- und Sorgfaltspflichten”. Die Verwendung präsentierter Ideen wird so zumindest theoretisch unterbunden…

Nachdem die Materie unbegrenzt ist und österreichische Gestalter noch immer zu wenig über ihre Rechte wissen, darf man auf eine Fortsetzung/Wiederholung/Intensivierung des Workshops hoffen…

“Wer ist der Werber?”

September 25th, 2008

Wenn’s nach dem ORF geht, anscheinend ein selbstverliebter Dilletant, der sauschlechte Werbespots macht…