Archive for Juli, 2006

Pack die Badehose ein… | Going on vacation…

Freitag, Juli 28th, 2006

Die nächsten Tage wird es hier etwas ruhiger werden, denn ein Fortbildungsurlaub in Oberösterreich ist angesagt: Thema ist “Digitale Schriftgestaltung - Prinzipien zur Entwicklung einer neuen Druckschrift”. Das mag bei den meisten eher Gähnen hervorrufen, bei einem Gestalter erzeugt es jedoch ein Funkeln in den Augen. Schliesslich ist gute Typo eine tolle Sache.

Geleitet wird der einwöchige Workshop von Jovica Veljovic, der schon einige Schriften für Adobe und ITC entworfen hat. Also Schulung vom Feinsten.

Mit im Gepäck ist dazu natürlich neben der Badehose auch gute Literatur:

Natürlich werde ich nach Möglichkeit hier vom Seminar berichten und wünsche allen bis dahin einen schönen Urlaub!

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The next few days will be rather quiet here because I’m going on a workshop for digital typeface design by Jovica Veljovic, who designed a couple of fonts for Adobe and ITC.

I will try to post from the workshop and wish everybody a fine vacation!

Gott durch Bierdeckel nahe sein…

Montag, Juli 24th, 2006

Die Diözese St. Pölten hats ja nicht leicht… zuerst die harte Herrschaft des Kurt K., dann die ungustiösen Vorgänge im Priesterseminar. Alles in allem keine gute PR in den letzten Jahren.

Deshalb geht man jetzt moderne Wege der Werbung, um die “Kunden” wieder zurückzugewinnen, wie der ORF berichtet: gewagte Zitate mahnen zu vorsichtigem Fahren auf Autobahnen (siehe oben), Bibelzitate auf Bierdeckel erreichen die Schafe im Gasthaus, und bald gibts jetzt auch die “SMS von Gott”…

Doch was bringen ein paar fetzige Werbeaktionen, wenn das an Populärität verlorene Produkt nicht geändert wird?

Das weiße Gold der Alpen | White gold from the alps

Donnerstag, Juli 20th, 2006

Gestern gabs in der Druckausgabe von medianet einen Schwerpunkt Milchindustrie mit der großen Überschrift “Weißes Gold mit Zukunft”. Der gesunde Saft aus dem Kuheuter ist ein Milliardengeschäft - allein der Export von österreichischer Milch macht einen Wert von 729 Mio. Euro pro Jahr aus. Größter Abnehmer dabei ist Italien mit 400.000 Tonnen Milch und Milchprodukte. Sind ja beeindruckende Zahlen, auf die man als Österreicher natürlich stolz ist, denn dies zeigt, dass hier Natur und Tier noch in der Lage sind, hohe Qualität zu liefern.

Doch die Kehrseite der Medaille stand in derselben Zeitung ein paar Seiten davor. Denn wie beim echten Gold bekommen auch hier die “Minenarbeiter”, die Bauern, den geringsten Anteil von diesem Milchfett ab: gerade mal 28 bis 30 Cent je Liter gibts für die Milch ab Hof. Die Bauern befürchten sogar ein Fallen des Milchpreises auf 22 Cent je Liter. Im Handel kostet ein Liter Milch jedoch um einen Euro… Das erinnert natürlich an diverse Modemarken und die sweat shops in Südostasien, wobei dort der Mangel an Gerechtigkeit noch größer ist.

Die IG-Milch hat daher bereits schon seit längerem einen Kampf gegen den Preisverfall geführt. Jetzt wird der neue Terminator der Milchwirtschaft ins Gefecht geschickt: “Faironika”, die rot-weiss-rote Milchkuh, bewirbt die neue Eigenmarke “A faire Milch”. Zu haben ist diese in schicken schlicht-weißen 1-Liter-Pakerln (die ich übrigends als eine willkommene optische Abwechslung im Kühlregal empfinde) bei Spar und Zielpunkt um 1,09 Euro. Davon erhalten die Bauern 40 Cent. Im Grunde verursacht dies je österreichischen Haushalt gerade mal 3 Euro Mehrbelastung pro Monat, der erhöhte Gewinn soll den Bauern jedoch die Absicherung der heimischen Erzeugung und der Kulturlandschaft ermöglichen.

Ich will hoffen, dass in unserer Geiz-ist-geil-Gesellschaft genügend Bewusstsein herrscht, damit dieses neue Produkt auch angenommen wird.

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Yesterday in the print edition of medianet there was a feature on milk industry in Austria titled “white gold with future”. The healthy juice out of the cows udders is a billion business - e.g. export of Austrian milk is 729 million Euro each year. Biggest customer is Italy with 400.000 tons of milk and milk products. Very impressive figures, which make me proud in being an Austrian as this shows that nature and animals are still in a position to produce high quality.

But the other side of the medal was in another article. As with real gold, the “miners” - the farmers - are getting the smallest portion of the money: only 28 to 30 Euro-Cent per liter for the milk. Farmers are expecting a drop of prices to 22 Euro-Cent per liter. But in the shops milk is sold for 1 Euro per liter… This reminds me of several fashion labels and their sweat shops in southeast asia although there the lack of justice is of course even bigger.

IG-Milch has been fighting for some time against the dropping of prices. Now they are sending their new Milk-Terminator in the war: “Faironika”, the red-white-red milk cow, is making advertising for the label “A faire Milch” (”a fair milk”). The Milk is available in white packages of 1 liter (which I find very attractive) for 1,09 Euro. From this price, the farmer gets 40 Euro-Cent. This means about 3 Euro more per household an month but helps the farmers to continue production and protect the countryside.

I’m really hoping that in our “miserliness-is-cool” society there will be enough awareness to buy this new product.

Wie Sie mit Ihrem Designer glücklich werden | How to be happy with your designer

Mittwoch, Juli 19th, 2006

Seth Godin, der Mann mit dem schütteren Haar, ist in deutschsprachigen Ländern wohl hauptsächlich wegen seinen Büchern zu Guerilla und Permission Marketing bekannt. Auf seinem Blog hat er nun eine kleine Liste von 13 Tipps (in Englisch) veröffentlich, die die Zusammenarbeit mit einem Grafiker glücklicher machen.
Die wichtigsten drei Punkte dabei hier übersetzt:

  • Wenn Sie ein mittelmässiges Produkt wollen, sagen Sie das bereits am Anfang. Das spart Zeit und Geld. Wenn Sie ein herausragendes Produkt wollen, müssen Sie damit rechnen, dass es nicht jedem gefällt.
  • Es wird nicht leicht sein, das herausragende Produkt an Ihren Chef zu verkaufen. Sie müssen es beschützen wollen, denn viele kleine Kompromisse führen dazu, dass es erst wieder mittelmässige Arbeit wird.
  • Wenn Sie nichts von Buchhaltung verstehen, werden Sie Ihrem Buchhalter nicht sagen, was er machen soll. Bitte beachten Sie das auch bei Ihrem Grafiker.

Lesen!

Seth Godin, the man with thin hair, is here in Europe mostly known for his books about guerilla and permission markting. On his blog he now published a list of 13 tips about how to establish a happy work cooperation with a graphic designer.
Read it!

Der Logo-Sommer 2006

Mittwoch, Juli 19th, 2006

Der Sommer ist ja eine ungewöhnliche Jahreszeit, um neue Marketingaktivitäten zu setzen… Meist sind alle im Urlaub, es fällt nicht richtig auf, das Werbebudget ist auch schon etwas “angenagt”…

Ganz anders haben sich das anscheinend MasterCard und gedacht, denn diese präsentierten vor einigen Wochen ihr neues Logo, das nebenstehend zu betrachten ist.

Sehr interessanter dabei ist einmal mehr der Einsatz von Farbverläufen, Transparenzen und Bitmapgrafiken. Einen Artikel zu diesen Trends hat Gerrit in seinem praegnanzblog verfasst. Er beruft sich dabei auf den Artikel von Bill Gardner, der 15 Logotrends bereits im letzten Jahr zusammengefasst hat (wie übrigends bereits 2004 und 2003).
Jetzt ist dieser Trend deshalb so interessant, weil es gegen alle “Grundregeln” verstösst. Normallerweise ist die Faustregel, wenn ein Logo nicht in Schwarz-Weiss nach 12mal kopieren so wirkt wie geplant, ist es ein schlechtes Logo. Die meisten der neuen Logos würden nicht mal einmal kopieren “überleben”. Aber ist dies überhaupt notwendig in den Zeiten von Web 2.0?

Deshalb bin ich gespannt, wie MasterCard dieses neue Logo wirklich verwenden wird. Derzeit findet es sich jedenfalls noch auf keiner MasterCard-Website wieder, was schon sehr verwundert… Oder hat es vielleicht doch eine ganz andere Bedeutung?

Der Kodex K und die Wirklichkeit

Dienstag, Juli 18th, 2006

Heute wars in der Post: der “Kodex K”, das Weißbuch für die Ausschreibung und Vergabe von Kommunikations-Dienstleistungen in Marketing, Werbung und Public Relations auf Grundlage des Bundesvergabegesetztes 2006. Was einen solch langen Namen hat, ist meist eine ernste Sache, und so ist es auch hier. Eine kreative Dienstleistung kann nicht mit einer Bauausschreibung verglichen werden, deshalb wurde das Bundesvergabegesetz den Bedürfnissen angepasst. Was dabei heraus kam, wird kaum ein Normalsterblicher verstehen, deshalb hat die Wirtschaftskammer dieses Büchlein herausgebracht, das man unentgeltlich beim Fachverband Werbung & Marktkommunikation anfordern kann.
Öffentliche Auftraggeber sind ja per Gesetz verpflichtet, sich an das Bundesvergabegesetz zu halten, privaten Auftraggebern kann dieses Büchlein eine gute Orientierungshilfe bei der Ausschreibung und Abwicklung bieten.

Jetzt bin ich in der glücklichen Lage, dass meine Öffentlichen Auftraggeber sich genau an die Gesetzgebung halten, und es daher wohl kaum zu Unstimmigkeiten kommen wird. Leider ist dies nicht immer der Fall, und schwarze Schafe gibt es überall: so wie z.B. in Klagenfurt.

Die Stadt am Wörthersee braucht ein neues Logo. Nachdem ein umstrittenes Einkaufszentrum die Hälfte der Innenstadt zu unbewohntem Ödland gemacht hat, glaubt der neue Stadtmarketing-Chef, ein flottes Logo wird die Leute wieder in die Stadt bringen. Dazu hat er ein Dutzend Agenturen eingeladen, entsprechende Vorschläge zu entwerfen. Jetzt ist zwar Klagenfurt die 6. größte Stadt von Österreich, aber diese Anzahl an geladenen Agenturen verwundert schon sehr. Noch mehr verwundern die Wettbewerbsbedingungen, besonders wenn man sich kurz mit obigem Kodex-K auseinander gesetzt hat:
der Gewinner erhält für sein Logo tutto completo mit Ablösung aller Rechte 1.400 Euro, die Verlierer erhalten nix, auch keine Abschlagszahlung. Dadurch, dass das Stadtmarketing in eine GmbH abgewandelt wurde, ist diese Ausschreibung nicht an das Bundesvergabegesetz gebunden. Soviel zu Theorie und Praxis…

Aber die Bereitschaft der Grafiker verwundert noch mehr. Ich kann mir das nur so erklären, dass die Agenturen wohl dachten, die 1.400 Euro wären das Abschlagshonorar, denn wer sonst würde da schon mitmachen? Oder gibt es tatsächlich noch Kollegen, die sich von leeren Versprechungen auf angebliche künftige Aufträge blenden lassen?
Leider werden solche Missstände bestehen, solange Werber und Grafiker nicht den Wert ihrer Arbeit schätzen lernen. Die Entwicklung eines präsentierfähigen Entwurfs, für den man sich nicht genieren muss, nimmt wohl mindestens 20 bis 30 Arbeitsstunden in Anspruch. Wenn dann der Kunde diesen Aufwand nicht mal zum Teil bezahlt, muss wer anders die angefallenen Kosten (Personalkosten, Miete, Strom, Material…) tragen. Dies findet sich dann meist versteckt in den Rechnungen an die bestehenden Kunden wieder, was wohl kaum richtig ist, denn diese sind ja bereit, die Leistungen zu bezahlen…

5 Tipps für schönere Briefe…

Montag, Juli 17th, 2006

Neulich bin ich gefragt worden, wie auch Nicht-Grafiker ihre Korrespondenz verschönern können. Man muss ja nicht gleich ein Studium absolviert haben, um einen attraktiven und lesenswerten Brief gestalten zu können.
Deshalb hier die ersten fünf Tipps, von denen jeder sofort und ohne Aufwand profitieren kann:

  1. Eine gute lesbare Schrift bringt’s
    Wahrscheinlich werden 99% der heutigen Briefe in der Times New Roman oder der Helvetica geschrieben. Das ist natürlich sehr bedauerlich. Selbst wenn man keine paar Euro in den Erwerb einer etwas individuelleren “Hausschrift” investieren möchte, bieten doch die bei M$ Win mitgelieferten Schriften mehr Abwechslung und Individualität. Besonders attraktiv finde ich persönlich z.B. die Georgia oder die Trebuchet. Probieren Sie doch mal was anderes aus!

  2. Weniger ist mehr
    Natürlich kann obiger Tipp nach hinten losgehen, wenn ein Dokument nur so von der Vielfalt an Schriften blüht. Faustregel für den Nicht-Grafiker: nicht mehr als zwei Schriften je Dokument verwenden. Und diese sollten sich optisch unterscheiden, also z.B. eine Serif- mit einer Sans-Serif-Schrift. Durch die Möglichkeit der Variation von Schriftgrößen und -stärken kann man wesentlich attraktiver den Text gliedern als durch viele verschiedene Schriften. Bleiben Sie jedoch für den Fliesstext bei einer Schriftgröße zwischen 10 und 12 Punkt und niemals größer.

  3. Keine Effekte verwenden
    Die Schrifteffekte von Word (”WordArt”) sind ein leidiges Thema, meist entstehen sie aus einem gutgemeinten Engagement von Typo-Novizen heraus. Mir sind diese Pseudo-3D- und Schrift-in-Wellenform-Effekte sogar schon bei Aussendungen der Wirtschaftskammer untergekommen. Eines vorweg: es ist nicht attraktiv und hat mit “Art” nichts zu tun. Ich bezweifel, dass dies auch nur bei einem einzigen Leser einen positiven Eindruck hinterlässt. Deshalb gibt es hier ein großes NO.

  4. Genügend Weißraum einplanen
    Wozu soll man auf der Seite was leer lassen, wenn man sie doch füllen will? Es geht hier um das richtige Verhältnis zwischen Inhalt und Leerraum. Also nur weil die Seite da ist, muss sie nicht auch vollkommen bis auf den letzten Quadratzentimeter gefüllt werden. Meist wird zudem zu wenig Rand eingeplant; Briefe sollten mindestens 2 cm Abstand links und rechts haben, bei größeren Abständen werden Sie mitunter sogar feststellen, dass der Brief interessanter aussieht.

  5. Den Text gliedern
    Die Lesbarkeit und Attraktivität eines Textes kann mitunter schon stark erhöht werden, wenn sich nicht alles in einer Wurst durchzieht, sondern Zeilenumbrüche und Absätze den Text übersichtlich gliedern. Bei längeren Texten empfehlen sich weiters Zwischentitel, die dem Leser eine bessere Führung durch die Information bieten.

Ein Mord für Geld

Samstag, Juli 15th, 2006


In der Buchhandlung ist mir jetzt das Krimiheftchen “Die Leiche im Lendkanal” von Roland Zingerle untergekommen, das ich natürlich sofort mitgenommen habe, schliesslich ist der reizende Lendkanal in Klagenfurt grad um die Ecke von meinem Designstudio designation.
Der Krimi entstammt einer neuen Serie namens “Klagenfurter Kneipen-Krimis”, die viermal pro Jahr eine neue Geschichte im Jerry-Cotton-Stil um ‘nen Euro 90 rausbringen will. Ein erfrischender Ansatz in dieser Stadt am Wörthersee, wo Verbrechen ja in der Realität eher im nobleren Umfeld, wie z.B. dem Rathaus, als in Kneipen statt finden.

Jetzt bietet dieses Heftchen, das man nach zwei Stunden locker ausgelesen hat, leider keine kriminalliterarischen Höchstleistungen wie bei einem Veit Heinichen oder einem Henning Mankell, auch das Design ist für einen anspruchsvollen Leser enttäuschend, jedoch bietet der Krimiroman eine innovative Idee: man (oder auch Unternehmen) kann gegen Entgelt (ab hundert Euro) Teil der Handlung werden (der Autor nennt dies “Interfiktion”).

Viele Romanleser - so wie ich - lieben es ja, die Handlungsorte auch wirklich zu besuchen. Gerade London, Rom und Wien bieten hierzu ja herrliche Möglichkeiten, die schon professionell touristisch genutzt werden. Deshalb erachte ich die Verbindung von Wirklichkeit und Fiktion in meinem näheren Umfeld als einen spannenden Ansatz.
Und bei dieser ersten Geschichte haben auch schon etliche Unternehmen diese Möglichkeit der alternativen Werbung in Anspruch genommen, wodurch die Seiten immer wieder fett gedruckte Namen aufweist, was den Bezug zu tatsächlichen Personen und Unternehmen hervorheben soll. So besuchen die Hauptfiguren diverse Geschäfte und Restaurants, wo sie - leider manchmal etwas zu penetrant - auf die Besonderheiten dieser Unternehmen hinweisen. Eine Leseprobe - leider ohne eine “Werbeeinschaltung” - findet sich auch online.

Alles in allem eine gute Idee. Verbesserungsdürftig ist jedoch auf jeden Fall die literarische Qualität und die Feinheit der Handlung (des öfteren wirkt es wie ein Schulaufsatz), aber wahrscheinlich ist hier auch gar kein so hoher Anspruch gewollt.

Hundesch***** passiert | Dog-sh** happens

Samstag, Juli 15th, 2006

Aus der Großstadt nicht wegzudenken sind sie auch sonst überall, wo man sie nicht haben will: die Hundetrümmerl. Interessanterweise finden gerade Werber und Designer ein großes Interesse an den hündlichen Fäkalien - sowohl die Grafiker als auch Produktdesigner.
Diesmal lud die Stadt Wien deshalb 32 Werbeagenturen zu einem Ideenwettbewerb für Plakate ein. Motivation ist ein stärkeres Bewusstsein bei den Hundehaltern zum Entfernen der Hinterlassenschaften zu erzeugen.
Am Montag fällt die Entscheidung, doch schon vorher kann man sich die kreativen Ergüsse online ansehen. Interessant dabei: alle Beiträge halten sich an die Corporate-Design-Vorgaben der Stadt Wien und sind doch so individuell… gute Anregungen, wie man selbst in einem strengen Rahmen Kreativität ausleben kann!

Not to be missed in any large city, they are also elsewhere where you don’t want them: dog’s muck.
Interesting enough, especially advertisers, graphic and product designer find a great interest in dogs’ excrements.
This time the city of Vienna invited 32 advertising agencies to an idea competition for posters. Motivation was to rise the awareness of the dog owners to remove their left-behinds.
The decision will be made on monday but already now the creative output can be viewed online. Interesting for graphic designers: all submissions had to be made within the corporate design rules of the city of Vienna and still they are so individual… good suggestions how to live out creativity even within a strict framework.

Die Kunst des Drucks

Dienstag, Juli 11th, 2006

Nach viel Kritik in diesem Blog wirds mal Zeit, wieder was positives zu schreiben. Z.B. von dem heutigen Andruck, den ich in der Druckerei Ploetz im schönen Lavanttal hatte (die Website wird hoffentlich mal neu gemacht…).

Am Plan stand ein Heftchen für eine große österreichische Brauerei, das ich in der letzten Woche gestaltet habe. Jetzt würde man natürlich als Aussenstehender hier in der Kärntner Provinz keine Perlen des Druckgewerbes erwarten, tatsächlich kann die gerade vor ein paar Wochen fertig errichtete Druckerei mit einer der modernsten Ausstattung von Heidelberg in Europa aufwarten. Wie so oft in Österreich, sind die Goldstücke also versteckt.

Wenn dann der Bogen in feinster Qualität durch den 80er-Raster-Druck aus der 6-Farb-Maschine mit den mehreren Lackwerken rauskommt (die Druckmaschine allein ist so lange wie ein ganzes Wohnhaus), dann weiss man auch als Grafiker, warum man doch ein paar Extra-Minuten pro Bildbearbeitung investiert hat. Denn am Ende zählt doch nur eines: beste Qualität zu einem fairen Preis.