5 Tipps für schönere Briefe…
Neulich bin ich gefragt worden, wie auch Nicht-Grafiker ihre Korrespondenz verschönern können. Man muss ja nicht gleich ein Studium absolviert haben, um einen attraktiven und lesenswerten Brief gestalten zu können.
Deshalb hier die ersten fünf Tipps, von denen jeder sofort und ohne Aufwand profitieren kann:
- Eine gute lesbare Schrift bringt’s
Wahrscheinlich werden 99% der heutigen Briefe in der Times New Roman oder der Helvetica geschrieben. Das ist natürlich sehr bedauerlich. Selbst wenn man keine paar Euro in den Erwerb einer etwas individuelleren “Hausschrift” investieren möchte, bieten doch die bei M$ Win mitgelieferten Schriften mehr Abwechslung und Individualität. Besonders attraktiv finde ich persönlich z.B. die Georgia oder die Trebuchet. Probieren Sie doch mal was anderes aus! - Weniger ist mehr
Natürlich kann obiger Tipp nach hinten losgehen, wenn ein Dokument nur so von der Vielfalt an Schriften blüht. Faustregel für den Nicht-Grafiker: nicht mehr als zwei Schriften je Dokument verwenden. Und diese sollten sich optisch unterscheiden, also z.B. eine Serif- mit einer Sans-Serif-Schrift. Durch die Möglichkeit der Variation von Schriftgrößen und -stärken kann man wesentlich attraktiver den Text gliedern als durch viele verschiedene Schriften. Bleiben Sie jedoch für den Fliesstext bei einer Schriftgröße zwischen 10 und 12 Punkt und niemals größer. - Keine Effekte verwenden
Die Schrifteffekte von Word (”WordArt”) sind ein leidiges Thema, meist entstehen sie aus einem gutgemeinten Engagement von Typo-Novizen heraus. Mir sind diese Pseudo-3D- und Schrift-in-Wellenform-Effekte sogar schon bei Aussendungen der Wirtschaftskammer untergekommen. Eines vorweg: es ist nicht attraktiv und hat mit “Art” nichts zu tun. Ich bezweifel, dass dies auch nur bei einem einzigen Leser einen positiven Eindruck hinterlässt. Deshalb gibt es hier ein großes NO. - Genügend Weißraum einplanen
Wozu soll man auf der Seite was leer lassen, wenn man sie doch füllen will? Es geht hier um das richtige Verhältnis zwischen Inhalt und Leerraum. Also nur weil die Seite da ist, muss sie nicht auch vollkommen bis auf den letzten Quadratzentimeter gefüllt werden. Meist wird zudem zu wenig Rand eingeplant; Briefe sollten mindestens 2 cm Abstand links und rechts haben, bei größeren Abständen werden Sie mitunter sogar feststellen, dass der Brief interessanter aussieht. - Den Text gliedern
Die Lesbarkeit und Attraktivität eines Textes kann mitunter schon stark erhöht werden, wenn sich nicht alles in einer Wurst durchzieht, sondern Zeilenumbrüche und Absätze den Text übersichtlich gliedern. Bei längeren Texten empfehlen sich weiters Zwischentitel, die dem Leser eine bessere Führung durch die Information bieten.
Juli 22nd, 2006 at 6:22 pm
Schöner und wichtiger Text! Ich mache ein bißchen Webdesign und mir tun oft die Augen weh, wenn ich sehe, was manche an Schriften, Logos und Grafiken verbrechen.
Hab Dich mal in meine Blogroll eingetragen.
Herzliche Grüße aus Heidelberg
Peter
Juli 28th, 2006 at 11:50 am
… und wenn ich mir erlauben darf zu Punkt 1 etwas zu ergänzen: Neben der Times New Roman und der Helvetica steht auch die Comic Sans auch ganz oben auf der “Don´t use” Liste. Danke :) !