Weihnachten im Schuhkarton
Wer sich an die klassischen Monty Pythons Spots erinnert, kennt sicher noch die Erinnerungen der alten Männer, die sich gegenseitig mit immer größeren Übertreibungen über das harte Leben ihrer Kindheit hochschaukeln. Man habe im Schuhkarton leben müssen usw.
Manche Kinder in Osteuropa wären wahrscheinlich froh, wenn sie über sowas lachen könnten, denn für die ist dieses entbehrliche Leben noch immer Alltag. Deshalb möchte ich hier auf eine Aktion aufmerksam machen, die ich sehr wichtig finde: “Geschenke der Hoffnung”, oder: Weihnachten im Schuhkarton.
Um was gehts? Man sucht sich einen Schuhkarton normaler Größe, verklebt ihn mit Weihnachtspapier, packt alles an Spielsachen und Geschenken rein, was reinpasst, gibts bei einer der Sammelstellen in Österreich, Deutschland, der Schweiz oder Südtirol ab und bereitet so einem Kind in den ärmsten Teilen Europas eine wunderschöne Weihnachtsüberraschung - und den Teddybären auch eine Freude, wie der gelungene Spot dazu zeigt.
Und warum find ich das besser als die üblichen Weihnachtsspenden? Weil man sich mit den Geschenken (und somit indirekt auch dem Beschenkten) auseinandersetzt und etwas individuelles schicken kann. Die Kartons werden nach Geschlecht und Altersgruppe sortiert und erreichen somit genau die richtigen Empfänger.
Nur leider ist dafür nur noch bis 15. November Zeit, damit die Geschenke auch rechtzeitig ankommen. Also hier mein Aufruf an alle Blogleser: Ran an die Schuhkartons!
Dezember 14th, 2006 at 11:13 pm
Ein Weihnachtsgeschenk in einem Schuhkarton - kongt gut. Das ganze bekommt nur ein “Geschmäckle” oder “Gerüchle”, wenn man weiß, daß das eine Missionsaktion von fundamentlistischen Christen ist. Die Verteilung der Schuhkartons erfolgt im Rahmen von Missionsveranstaltungen.
Siehe auch hier:
Gut verpackte Propaganda:
http://www.taz.de/pt/2006/12/13/a0232.1/text