Die Droge der Kindheit: Schokolade

Was haben Zigaretten, Alkohol und Schokolade gemeinsam? Für alle drei scheint die Werbesonne düster. Jetzt hat sich zu den bekannten “erwachsenen” Alltagsdrogen Nikotin und Alkohol eben jene hinterlistige Droge dazugeschlichen, die Eltern ihren Kindern mit voller Absicht beschaffen. Schliesslich war das schon seit Jahrzehnten die beste Methode, um Kinder ruhig zu stellen oder zu belohnen. Bei mir hat das zumindest immer funktioniert :-)

Da es manche Erwachsene mit dem Belohnen etwas gut meinen (das kann jedermann/frau im Supermarkt sehr gut beobachten), nehmen die Gewichtsprobleme nun á la USA bei den Kids bedrohlich zu. Der unkritische Konsument wurde da wohl auch lange durch Markennamen, die auf “kindergerechte” Süssigkeiten mit viel Milch (und noch mehr Zucker) hinweisen, getäuscht. Damit ist jetzt also Schluss, Masterfoods, Kraft, Nestle und Coca Cola werden zukünftig nicht mehr direkt an Kinder werben (was meines Wissens nach in der EU aber eh schon verboten war).

Meiner Ansicht nach der einzig richtige und vorausschauende Schritt der Konzerne, denn es wäre ja nur eine Frage der Zeit, bis die schon seit langem bewiesenen Fakten der ungesunden Ernährung durch Süssigkeiten auch (kostspielige) Folge für die Hersteller hätte. Also lieber selbst was tun, als dann der Böse zu sein. Vergleiche dazu: McDonald’s und Super size me.

Diese Selbstregulierung mag den Konzernen nun wohl ein eitles schulterklopfendes Lächeln für die Kameras bescheren, doch vielleicht ist das Erwachen später mal doch viel böser als jetzt gedacht. Spätestens wenn den Konsumenten dann durch entsprechende Kennzeichnung auf den Verpackungen bewusst wird, was sie da eigentlich bisher gegessen haben…

One Response to “Die Droge der Kindheit: Schokolade”

  1. nodh Says:

    Dann aber bitte noch alle Lebensmittel kennzeichnen, die eh nur aus Zucker bestehen (Fruchtsäfte, Bonbons, Saucen)

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