Archiv für Dezember 2007

Metternich 2.0 – Nein zum Überwachungsstaat

Mittwoch, 19. Dezember 2007

Vor einigen Tagen habe ich hier über das neue Sicherheitspolizeigesetz berichtet und die Notwendigkeit angesprochen, etwas dagegen zu tun!

Die Grünen haben mittlerweile zusammen mit drei Universitätsprofessoren und Barbara Helige, der ehemaligen Präsidentin der Österreichischen Richtervereinigung, eine Petition gegen die geplante Vorratsdatenspeicherung gestartet. Die Initiatoren hoffen auf 10.000 Unterschriften – zum derzeitigen Zeitpunkt haben nach 2 Tagen bereits über 7.000 Menschen unterzeichnet! Damit es noch mehr werden, verlinkt nun auch mein Banner auf diese wichtige Initiative.

Sehr nette Idee dabei: Es ist geplant, den Überwacher (sprich “Metternich 2.0″ Minister Günther Platter) selbst zu überwachen – eine Umkehrung der Regeln! Auch dazu werden noch aktive Teilnehmer gesucht.

Gefunden bei Georg Holzer

In den Büchern… (1)

Dienstag, 18. Dezember 2007

Als Design-Anfänger bekommt man ja immer die dicken Bücher in die Hand, die Beispiele aus aller Welt zeigen, sodass man mit offenem Mund und funkelnden Augen einen Einblick bekommt, wie das Erscheinungsbild von Restaurants in Chile, Finanzdienstleistern in Südafrika oder Zuckerbäckern in Ohio ist. Einige der bekanntesten Bücher dazu stammen aus den USA von David E. Carter, der jedes Jahr so zwei bis drei Bücher mit unterschiedlichen Schwerpunkten herausbringt.

Nun ist designation glücklich, gleich in drei Büchern im heurigen Jahr mit mehreren Projekten vorzukommen. Und trotz unserer großen Bescheidenheit (*g*) möchten wir es uns nicht nehmen lassen, diese hier vorzustellen:

Nummer eins heißt Global Corporate Identity 3, erschienen im April 2007 im Verlag Collins Design, das auf 320 Seiten “superlative examples of design used on a multinational level” zeigt. Von uns drin sind ein paar Arbeiten, die in den Jahren 2005 und 2006 erstellt wurden:

  • Mal unser eigenes designation Corporate Design auf einer Doppelseite. (1)
  • Das Corporate Design des Landesjugendreferats Kärnten, ebenfalls auf einer Doppelseite. (2)
  • Das Logo von Applied Informatics, dem Softwareentwickler aus dem Rosental. (3)
  • Fotograf Helge Bauer mit seinem unverwechselbarem Logo. (4)
  • Ein Logo für ein Restaurant, das mittlerweile leider nicht mehr existiert. (5)

Soviel zu ein wenig Eigenwerbung, die auch mal getan werden muss, denn wie Jeff Fisher stets meint: If I don’t “toot!” my own horn, no one else will.

Überwachungsstaat: Es muss was getan werden

Sonntag, 09. Dezember 2007

Die Vorgänge der vergangenen Tage beeinflussen das Leben aller Österreicher. Trotzdem haben die Medien diesem Thema leider wieder viel zu wenig Platz geboten. Da wird nur erwähnt, wenn ein Politiker den anderen beleidigt

Ein harter (und meist einsamer) Kämpfer um den Datenschutz in Österreich ist die ARGE Daten. Diese hat derzeit auch eine Aktion laufen, wobei Protest-E-Mails an die Regierung und die Parlamentsparteien geschickt werden.

Leider ist deren Promotionbanner nicht sehr attraktiv, weshalb ich so frei war, auf die Schnelle selbst zu einen basteln, der sich gut auf Blogs und Websites unterbringen lässt. Einfach die Bilddatei runterladen (bitte nicht direkt auf meinen Server verlinken!), auf den Server ins oberste Web-Verzeichnis stellen (dort wo die Startseite liegt) und auf der entsprechenden Seite bzw. in der Headerdatei folgenden Code irgendwo im Contentbereich eingeben:

Und damit es keine Missverständnisse gibt: Diese Grafik darf frei verwendet werden. :)

Der langsame Weg zum Überwachungsstaat

Samstag, 08. Dezember 2007

Jetzt ist’s also beschlossen: Österreichs Regierung senkt die Menschenrechte auf das Niveau von China, Singapur, Kuba und anderen Quasi-Diktaturen, indem jetzt sogar ohne richterlichen Beschluss die Telefon- und Internet-Verbindungsdaten jedes Bürger in “konkreten Gefahrensituationen” ausgespitzelt werden dürfen. Durch “Vorratsdatenspeicherung” werden dann im nächsten Schritt auch E-Mails aufbewahrt und im Falle des (wirtschaftlichen / politischen / industriespionagerelevanten… ?) Falles ausgewertet.
“Gefahr in Verzug” ist dabei wiedermal der Begriff, der Millionen Menschen von ein paar wenigen bösen Jungs und Mädels schützen soll. Dieser Argumentation entbehrt jedem gesunden Menschenverstand, schliesslich wird auch nicht der Bierkonsum an den heimischen Theken kontrolliert, obwohl hierdurch wesentlich mehr Menschen jedes Jahr zu Schaden kommen.
Dass dies noch dazu von einer “sozialdemokratischen” Partei kommt, verwundert umso mehr, ausser die Parteibonzen waren vielleicht mal in einem früheren Sommer in einem Jugendlager in der DDR und erlebten dort subtile Gehirnwäsche. Dass die konservative Partei und deren Innenminister dies befürwortet, überrascht dagegen keinesfalls, denn bereits dessen Vorgänger träumten von einem überwachten Österreich (wenngleich diese nicht immer zwischen Traum und Wirklichkeit unterscheiden konnten).

Aber der Krieg gegen den angeblichen Terror ist immer ein gutes Motiv, um schrittweise den Menschen ihre Grundrechte zu nehmen. Wie das funktioniert, zeigt das folgende Video sehr anschaulich:

Wo dieses Video herkommt, gibt es übrigends eine – nicht nur in Hinblick auf Design – sehr sehenswerte Flash-Animation.

Deshalb hier ein persönliches Statement zum neuen Sicherheitspolizeigesetz: NEIN! Wir dürfen das nicht zulassen!

Ein Markenschutz auf Magenta?

Freitag, 07. Dezember 2007

Magenta (oder landläufig in Österreich fälschlicherweise oft “Pink” genannt) ist ja nicht jedermanns Sache. In 90% der Fällen ist es auch die falsche Farbe. So tolle Kampagnen wie die Magenta-Mäuse der direktanlage.at sind da eine erfrischende Ausnahme (besonders im grau-blauen Bankenumfeld).
Magenta ist jedoch auch eine der Grundfarben im Druck neben Gelb, Cyan und Schwarz. Also gibt es kein vierfärbiges Druckwerk auf dieser Welt, das ohne Magenta auskommt.
Offensichtlich durch Erfolge von Marken wie Milka oder Palmers, die jeweils ihre Corporate-Farbe markenrechtlich schützen konnten, versucht auch die Deutsche Telekom dies mit Magenta. Das machen sie schon recht lange, wie man an dem erschreckend seltsamen und haarsträubenden Beispiel aus dem Jahr 2001 sehen kann. Nun versucht sie es in den Niederlanden gleich nochmal.
Wie ein riesiges, allesfressendes Geschwür versucht hier wieder ein Großkonzern seine Macht für Spielereien zu nutzen und das öffentliche Rechtsverständnis auf den Kopf zu stellen.

Der ausgewanderte Österreicher Stefan Sagmeister bringt jedes Kommentar dazu gekonnt auf den Punkt: “Die kleinen Corporate-Idioten können Farben für sich beanspruchen wie sie mögen, sie werden sie nie wirklich besitzen.” Amen.

Gefunden bei fontblog

Weihnachten und der liebe Spam

Dienstag, 04. Dezember 2007

Die größte Qual vor Weihnachten ist (angeblich) die Unsicherheit, wohl für alle meine Geschäftspartner die richtigen Geschenke zu finden bzw. meine Mitarbeiter wohl mit dem richtigen Weihnachtsessen zu verwöhnen… Gott sei dank nimmt mir diese Sorge anscheinend jemand ab, weil es häufen sich die Werbemails, in denen entsprechende Vorschläge zur Linderung meiner Not vorgeschlagen werden.
Das allein ist ja schon nervend genug, aber noch schlimmer wird es, wenn man seine E-Mail-Adresse in diesen Werbemails unprofessionell im Header der Mail neben dutzenden anderen findet – geradezu eine Einladung für weitere Spammer, diese zu entnehmen.

Nun, ich bin mir ja sicher, die meisten dieser Absender tun das einfach aus Naivität und Dummheit… aber Dummheit schützt vor Strafe nicht, und das neue TKG verbietet auch die Zusendung von unerwünschten Werbemails an Geschäftsadressen.

Da diese Absender aber offensichtlich selbst gerne Werbemails empfangen würde, möchte ich die Gelegenheit nutzen und hier eine Liste dieser erwünschten Empfänger entstehen lassen. Also wer etwas von diesen Menschen beziehen oder ihnen etwas anbieten möchte, findet hier sicher Verständnis für Werbemails: