Archive for Mai, 2008

Ein MacBook Pro ohne Batterie

Mittwoch, Mai 28th, 2008

Nach dem kleinen Ausflug in die spannende Welt der Notebook-Akkus hat es mich doch sehr gejuckt herauszufinden, ob ein MBP ohne Batterie wirklich mit nur einem Prozessor läuft, wie die Mär es stets behauptet. Hilfreich dabei war mir übrigens XBench, das mit einer Reihe von Test die Performance eines Macs ermittelt.

ohnebatterieUm es gleich vorweg zu nehmen: Der MBP läuft auch ohne Batterie mit zwei Prozessoren, wie nebenstehende Grafik aus dem Temperaturmonitor zeigt. Jedoch geht die CPU-Leistung stark zurück: Mit Batterie erreicht der CPU-Test 113,72 Punkte, ohne gar nur 62,13. Apple hat natürlich eine plausible Erklärung dafür.

Also wird leider nichts aus dem Plan, die selten genutzte Batterie zur Schonung zu entfernen…

Apples Problemchen mit dem Akku

Mittwoch, Mai 28th, 2008

MBP akkuAls Besitzer eines MacBook Pro ist man ja sorgenlos, kann lächeln, wenn PC-Besitzer über ihren lahmen Laptop schimpfen, und freut sich täglich über das Designstück aus Aluminium auf Tisch oder Schoß… Umso schlimmer trifft es einen dann, wenn dieses Vertrauen durch ein plötzliches K.O. des Akkus verloren geht. So wie vielen anderen ist es nun auch mir ergangen: Die Akkukapazität sank innerhalb von Tagen von 90% auf weniger als 40%. Und das nach gerade mal 9 Monaten und weniger als 50 Ladezyklen (lt. Apple sollte die Kapazität selbst nach 300 Zyklen noch bei 80% liegen).

Zum Glück traf mich dies noch innerhalb der Garantiezeit, und der Akku wurde so dank des raschen Service von a+d cancom auch innerhalb von einem Tag ohne Muh oder Mah ausgewechselt. Doch da frag ich mich schon, was da schief gelaufen ist und wie ich es zukünftig vermeiden kann (besonders dann nach Ablauf der Garantiezeit, wo ein neuer Akku teuer wird…).

Ein bisschen Research in die Materie brachte ein paar interessante Dinge über Apples Notebook-Akkus zutage:

  • Die Akkus sollten, wenn nicht benötigt, mit 50% Ladung gelagert werden. Mein MBP steht den ganzen Tag am Schreibtisch und hängt dabei am Netz, also braucht er den Akku nicht. Dieser wird aber konstant bei mind. 90% Ladung gehalten. Idealerweise würd man ihn also rausnehmen (manche Zeitgenossen stecken ihn dann sogar in den Kühlschrank zur richtigen Lagerung, aber das sei jedem selbst überlassen…). Leider geht das nicht, da das MBP dann angeblich nur mit verminderter Leistung läuft.
  • Die Lithium-Ionen-Batterien arbeiten am besten zwischen 10° und 35° Celsius Umgebungstemperatur. Das ist bei uns ja kein Problem, weil ab 36° bin ich am See zu finden :-) Problematisch ist dies aber deshalb, weil der Akku notgedrungen sehr nahe bei den Prozessoren und Festplatte liegt. Die gehen schon mal richtig rauf (70° und so), und selbst jetzt bei geringer Belastung zeigt mir der Temperaturmonitor 36° C an der Gehäuseunterseite. Das kriegt natürlich der Akku voll ab - eine Fehlkonstruktion von Apple also.
  • Es kann bei mir schon mal vorkommen, dass ich den Akku mehrere Wochen gar nicht benötige, weil stets - sogar bei Zugfahrten - eine Steckdose in Reichweite ist. Apple empfiehlt jedoch, den Akku mind. einmal pro Monat vollständig zu entladen. Dazu haben sie sogar einen iCal-Kalender veröffentlicht. Na putzig…

Ein paar Konsequenzen, die ich aus diesen Erkenntnissen einführe:

  • Akku alle zwei Wochen mal vollständig entladen und laden.
  • Temperatur in Akkuumgebung senken, die erste. Dazu steht der MBP nun ein wenig erhöht, um Luftzirkulation an der Unterseite zu ermöglichen. Ob es etwas bringt, mag dahin gestellt sein…
  • Temperatur in Akkuumgebung senken, die zweite. smcFanControl erhöht die Mindestgeschwindigkeit der eingebauten Lüfter beliebig. Das erzeugt zwar geringfügig mehr Geräusch (den ich wegen unserem lauten G4-Server im Nebenraum aber eh nicht bemerke), senkte bei mir die Prozessortemperatur gleich mal um einige Grad. Auf die Diskussionen, ob dies Auswirkungen auf die Lebensdauer der Lüfter hat, mag ich jetzt aber nicht eingehen…

coconutBattery wird in Zukunft zeigen, was das gebracht hat. Wie schaut das bei euren Akkus aus und welche Kapazitätsperformance könnt ihr feststellen?

“Supermarkt 2.0″ in Graz

Sonntag, Mai 25th, 2008

spar 1Wenn Web 2.0 durch Einbindung der User “billigen” Content verschaffen kann, warum können wir das nicht auch in unserer Branche so machen, werden sich die kosteneffizienten Spar-Vorstände gedacht haben… Deshalb muss der Käufer in der Sparfiliale in Graz Hans-Sachs-Gasse nun beim “Self-Checkout” selbst kassieren (bald wird er wohl auch noch selbst das Regal einräumen müssen).
spar2Der Supermarkt erspart sich so eine Verkäuferin, allerdings ist ein Sicherheitsmann neben der Kassa notwendig (siehe Foto), um den Zahlungsvorgang zu überwachen. Ist das dann wirklich eine Verbesserung? Vor allem, da eine gute Hofer-Kassiererin dreimal so schnell wäre wie die “Amateur-Kassierer”… *kopfschüttel*

“Have you met my website?”

Donnerstag, Mai 15th, 2008

HIMYMEine schnell verändernde Medienwelt: Zuerst kam mal das Web, dann Web 2.0 und heute sprechen viele schon von Web 3.0… Und all dies quetscht sich zwischen den “alten” Medien Zeitung, Radio und Fernsehen, die deshalb trotzdem nicht aussterben. Nein, vielmehr ist es die Herausforderung der Zukunft, wie man alle diese Medien miteinander verbindet.
Wir haben das neulich z.B. bei einem Kunden durch Einbindung von Web 2.0 versucht, mit dem Response können wir bei einem kleinen Markt wie Kärnten wirklich zufrieden sein.

Doch wie machen das die Großen, bei denen Kosten keine Rolle spielt? Ein Paradebeispiel ist meiner Ansicht nach “How I met your mother” - meine derzeitige Lieblings-TV-Serie, die in den USA auf CBS läuft (gibt es auf Pro7 und ORF erst im Sommer zu sehen; wie man trotzdem jetzt schon die aktuellen Folgen bekommt, bleibt der Phantasie jedes Einzelnen überlassen…).
Die Rahmenhandlung der Serie spielt im Jahr 2030, in dem der Hauptakteur Ted Mosby seinen Kindern rückblickend von den Jahren 2005 bis heute erzählt, wie er eben ihre Mutter kennengelernt hat. In den USA läuft es also quasi “in Echtzeit”. Hier wird das Web sehr aktiv in die tatsächliche Handlung eingebaut (sog. “tie-in websites”) - weit über eine “Offizielle Website” hinaus, teilweise von CBS selbst, teilweise von Fans.
Einige Beispiele dazu (Achtung: *Spoiler*):

Es zeigt sich also wiedermal, dass die Zukunft der Medien kein “Entweder-Oder” sein wird, sondern ein “Sowohl-Als auch”.

Der Fußabdruck, den wir hinterlassen

Freitag, Mai 9th, 2008

Ein paar Denkanregungen aus einem wachrüttelnden Vortrag von Wolfgang Pekny von footprint.at:

In Zukunft werden wir alle nicht schlafen können:
Die einen nicht, weil sie hungrig sind.
Und die anderen nicht vor lauter Angst vor jenen, die hungrig sind.

Die Masse der Menschen übertrifft bereits die Biomasse der Fische in den Meeren!
Die Biomasse der Nutztiere der Menschen übersteigt die Masse aller landlebenden Wirbeltiere um das 20fache!
(V. Smil, The Earth‘s Biosphere)

Es kommt nicht darauf an, den Menschen der Dritten Welt mehr zu geben, sondern ihnen weniger zu stehlen.
(Jean Ziegler)

Watching Big Brother

Dienstag, Mai 6th, 2008

In Österreich blüht ja derzeit die Überwachung. Viele der für die EM installierten Videokameras sollen ja auch nach dem Megaevent erhalten bleiben, weil ja direkt vor der Kamera keine Verbrechen passieren (die passieren dann einfach hinter’m nächsten Eck’…)

Doch wer überwacht die Überwacher? Wenn ein Innenminister sich ungestraft auf einen Behindertenparkplatz stellen darf (trotz Videoüberwachung), muss man sich schon die Frage stellen, wohin das noch führen wird…

Die ARGE Daten hat sich diesem Thema wieder mal angenommen und einen Blick auf die öffentlich zugänglichen Web-Statistiken diverser “freizügiger” Seiten gemacht, die eindeutig nicht im “öffentlichen Interesse” liegen, jedoch starken Besuch von Österreichs Beamten erhalten…
Big Brother, I’m watching you…

Weitergehen und -schauen

Montag, Mai 5th, 2008

“Wer immer tut, was er schon kann, bleibt immer das, was er schon ist.”
(Henry Ford)

Einkaufszentren oder “Der Nachbau der Welt”

Sonntag, Mai 4th, 2008

Verlängertes Wochenende in Budapest: Eine Mischung aus K.-und-K.-Romantik und Pusta-Klischees. Doch viel mehr überwiegt der schnell wachsende Wohlstand, Kapitalismus und Einzug der (zum großen Teil auch österreichischen) Kapitalgesellschaften. Ein Zeichen dafür sind wie überall auf der Welt die Einkaufszentren, die auch hier wie die Schwammerln aus dem Boden schießen - und mit jeder Eröffnung ist es ein größeres Gebäude mit mehr Verkaufsfläche und doch immer den gleichen Angeboten. Eine austauschbare Umgebung, die immer gleich aussieht, ob in Budapest, Peking oder Klagenfurt…

Doch Einkaufszentren wurden eigentlich ursprünglich in den USA mangels langsam gewachsener Ortskerne geschaffen - die Architekten versuchten, die Atmosphäre enger europäischer Innenstädte mit ihrer Geschäftsvielfalt künstlich nachzubilden: Kunstwelten nach Plan ohne Charakter.

Daran wurde ich heute erinnert, als ich folgendes Musikvideo ansah… die Auflösung kommt ganz am Schluss: