Apples Problemchen mit dem Akku

MBP akkuAls Besitzer eines MacBook Pro ist man ja sorgenlos, kann lächeln, wenn PC-Besitzer über ihren lahmen Laptop schimpfen, und freut sich täglich über das Designstück aus Aluminium auf Tisch oder Schoß… Umso schlimmer trifft es einen dann, wenn dieses Vertrauen durch ein plötzliches K.O. des Akkus verloren geht. So wie vielen anderen ist es nun auch mir ergangen: Die Akkukapazität sank innerhalb von Tagen von 90% auf weniger als 40%. Und das nach gerade mal 9 Monaten und weniger als 50 Ladezyklen (lt. Apple sollte die Kapazität selbst nach 300 Zyklen noch bei 80% liegen).

Zum Glück traf mich dies noch innerhalb der Garantiezeit, und der Akku wurde so dank des raschen Service von a+d cancom auch innerhalb von einem Tag ohne Muh oder Mah ausgewechselt. Doch da frag ich mich schon, was da schief gelaufen ist und wie ich es zukünftig vermeiden kann (besonders dann nach Ablauf der Garantiezeit, wo ein neuer Akku teuer wird…).

Ein bisschen Research in die Materie brachte ein paar interessante Dinge über Apples Notebook-Akkus zutage:

  • Die Akkus sollten, wenn nicht benötigt, mit 50% Ladung gelagert werden. Mein MBP steht den ganzen Tag am Schreibtisch und hängt dabei am Netz, also braucht er den Akku nicht. Dieser wird aber konstant bei mind. 90% Ladung gehalten. Idealerweise würd man ihn also rausnehmen (manche Zeitgenossen stecken ihn dann sogar in den Kühlschrank zur richtigen Lagerung, aber das sei jedem selbst überlassen…). Leider geht das nicht, da das MBP dann angeblich nur mit verminderter Leistung läuft.
  • Die Lithium-Ionen-Batterien arbeiten am besten zwischen 10° und 35° Celsius Umgebungstemperatur. Das ist bei uns ja kein Problem, weil ab 36° bin ich am See zu finden :-) Problematisch ist dies aber deshalb, weil der Akku notgedrungen sehr nahe bei den Prozessoren und Festplatte liegt. Die gehen schon mal richtig rauf (70° und so), und selbst jetzt bei geringer Belastung zeigt mir der Temperaturmonitor 36° C an der Gehäuseunterseite. Das kriegt natürlich der Akku voll ab - eine Fehlkonstruktion von Apple also.
  • Es kann bei mir schon mal vorkommen, dass ich den Akku mehrere Wochen gar nicht benötige, weil stets - sogar bei Zugfahrten - eine Steckdose in Reichweite ist. Apple empfiehlt jedoch, den Akku mind. einmal pro Monat vollständig zu entladen. Dazu haben sie sogar einen iCal-Kalender veröffentlicht. Na putzig…

Ein paar Konsequenzen, die ich aus diesen Erkenntnissen einführe:

  • Akku alle zwei Wochen mal vollständig entladen und laden.
  • Temperatur in Akkuumgebung senken, die erste. Dazu steht der MBP nun ein wenig erhöht, um Luftzirkulation an der Unterseite zu ermöglichen. Ob es etwas bringt, mag dahin gestellt sein…
  • Temperatur in Akkuumgebung senken, die zweite. smcFanControl erhöht die Mindestgeschwindigkeit der eingebauten Lüfter beliebig. Das erzeugt zwar geringfügig mehr Geräusch (den ich wegen unserem lauten G4-Server im Nebenraum aber eh nicht bemerke), senkte bei mir die Prozessortemperatur gleich mal um einige Grad. Auf die Diskussionen, ob dies Auswirkungen auf die Lebensdauer der Lüfter hat, mag ich jetzt aber nicht eingehen…

coconutBattery wird in Zukunft zeigen, was das gebracht hat. Wie schaut das bei euren Akkus aus und welche Kapazitätsperformance könnt ihr feststellen?

One Response to “Apples Problemchen mit dem Akku”

  1. Karsten Says:

    Habe nach meinem letzten Urlaub mein MacBook starten wollen, da war der Akku komplett hinüber. Aber Apple war kulant und hat sofort einen Neuen geliefert. Auch beim Vorgänger einem PowerBook G4 hab ich auf Kulanz einen neuen Akku bekommen. Im Moment ist das MacBook in Reparatur, weil die weiße Oberfläche grau geworden ist. Trotz abgelaufener Garantie wird auch das umsonst gemacht. Ist aber recht nervig einige Tage ohne Mobilrechner …

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