Der Wahlkampf um den Sessel des Landeshauptmanns ist in Kärnten derzeit schon im vollen Gange und nimmt bereits einige seltsamen Formen an.
So zeigt sich der Spitzenkandidat der FPÖ jetzt mit einem Schriftzug, der wie eine Mischung aus den Logos von McCain und Obama erscheint. Jetzt muss man als nichtösterreichischer Leser dieses Blogs wissen, dass diese Partei sehr stark dem rechtspopulistischen Lager zuzurechnen ist, weshalb die grafischen Symbole eines schwarzen Politikers (und zwar in der Hautfarbe schwarz, nicht im Parteibuch) hier umso mehr verwundern. Schließlich sind die “Freiheitlichen” alles andere als “ausländerfreundlich” (trotz des ausländisch wirkenden Namens ihres Spitzenkandidaten).
Wahrscheinlich um diesen Widerspruch zwischen “geklauten” Logo eines Nicht-Weißen und ihrer politischen Position zu entkräften, haben die Logo-Jungs die Typo des US-Gegenkandidaten vergewaltigt und machten daraus ein “McCanori”… In Kärnten treffen sich also Republikaner und Demokraten in einer Person! Hallelujah!
P.S.: Dass solche Widersprüche in dieser Partei überhaupt kein Problem sind, bewies schon ihr Bundesvorsitzender, der das bekannte Portrait des kommunistischen Idols Che Guevara einfach für sich adaptierte.
Großartig! Ich finde das mach die FPÖ wirklich am besten – blind dem folgen, was gerade populär ist. StraCHE! Den Widersprouh darin merken die Wähler wahrscheinlich eh nicht.