Einkaufszentren oder “Der Nachbau der Welt”

Mai 4th, 2008

Verlängertes Wochenende in Budapest: Eine Mischung aus K.-und-K.-Romantik und Pusta-Klischees. Doch viel mehr überwiegt der schnell wachsende Wohlstand, Kapitalismus und Einzug der (zum großen Teil auch österreichischen) Kapitalgesellschaften. Ein Zeichen dafür sind wie überall auf der Welt die Einkaufszentren, die auch hier wie die Schwammerln aus dem Boden schießen - und mit jeder Eröffnung ist es ein größeres Gebäude mit mehr Verkaufsfläche und doch immer den gleichen Angeboten. Eine austauschbare Umgebung, die immer gleich aussieht, ob in Budapest, Peking oder Klagenfurt…

Doch Einkaufszentren wurden eigentlich ursprünglich in den USA mangels langsam gewachsener Ortskerne geschaffen - die Architekten versuchten, die Atmosphäre enger europäischer Innenstädte mit ihrer Geschäftsvielfalt künstlich nachzubilden: Kunstwelten nach Plan ohne Charakter.

Daran wurde ich heute erinnert, als ich folgendes Musikvideo ansah… die Auflösung kommt ganz am Schluss:

Kärnten kickt fair

April 28th, 2008

Normallerweise bin ich ja alles andere als ein Fußball-Fan… und meiner Ansicht nach geht es bei der EM schon lange nicht mehr um den Sport sondern nur um die Sponsoren…
Aber ein paar “Randerscheinungen” des Fußballjahres finde ich sehr begrüßenswert, da es zeigt, dass es bei Fußball nicht immer ums große Geld, Sponsoring und Politik gehen muss. Eine dieser Aktionen ist von Jugend Eine Welt, der Don-Bosco-Aktion Österreich, und nennt sich “Kick fair - Fußball für Straßenkinder”.

Don Bosco hat stets darauf geachtet, dass die Kinder nicht nur einen Platz zum Lernen finden sondern auch einen Platz zum Spielen, und deshalb hat jede Don-Bosco-Einrichtung auf der Welt einen Fußballplatz neben sich. Für viele Kinder in armen Regionen der Welt ist dieser Sport auch eine der wenigen Perspektiven, aus ihrem harten Alltag auszubrechen. Sie werden zwar nicht alle Stars wie Ronaldinho werden, aber eine sichere Umgebung zum Kindsein und Lernen in den Don-Bosco-Einrichtungen ermöglicht ihnen eine Zukunft.

designation unterstützt jetzt diese Aktion durch Co-Sponsoring eines Events in Kärnten: Am 6. Mai findet ab 15.00 Uhr eine Präsentation des Projektes mit anschließendem Fußballturnier im Youth Point Siebenhügel in Klagenfurt statt. Besonders freuen kann man sich auf das Mini-Charity-Turnier im Riesenwuzzler mit Bischof Alois Schwarz! Anschließend spielen Jugendmannschaften aus Klagenfurt und dem Kosovo miteinander. Also eine sicher willkommene Abwechslung zum Mainstream-Sport, bei dem man auch noch für was Gutes spenden kann!

Junge Helden braucht das Land!

April 24th, 2008

plakat.jpgAuch heuer zeichnet wieder designation für das grafische Design zur Galaveranstaltung Nacht der Jungen Wirtschaft in der Kärntner Wirtschaftskammer verantwortlich. Und heuer haben wir uns etwas besonderes einfallen lassen:
Jungunternehmer sind die unbekannten, stillen Helden der Wirtschaft, denn sie sind mutig und leisten vieles unerkannt. Und das Symbol für anonyme Helden ist die Augenmaske, wie sie seit Zorro bekannt wurde. Deshalb treten heuer die “jungen Helden” aus dem Schatten hervor und zeigen sich.

jw-einladung.jpg
Neben den sehr gelungenen Fotos von Helge Bauer und den Plakaten geschieht dies insbesondere durch die Einladung mit Hochglanzlack, die eine Augenmaske darstellt, und die Website.
Und hier kommt es zu einer spannenden Interaktion mit den Besuchern, denn wer sich mit dieser Augenmaske (oder einer anderen) fotografieren lässt und das Foto hochlädt, nimmt am Gewinnspiel teil. Die Preise können sich wirklich sehen lassen: Neben Gutscheinen zur Fortbildung und Eintrittskarten zur Gala gibt es zwei Reisen zum JCI-Weltkongress in Indien!
Die bereits teilnehmenden Fotos sieht man hier.

“Nachwirkungen” von Weihnachten 2007

April 18th, 2008

selbsthilfe

Unsere Kunden haben es zu Weihnachten vielleicht bemerkt: Statt dem üblichen Weihnachtspräsent gab es im Dezember 2007 “nur” eine Weihnachtskarte. Unseren Kunden geht es ja auch ohne Geschenke von uns gut (will ich mal hoffen), weshalb wir eben letztes Jahr beschlossen haben, auf die übliche Weinflaschen zu verzichten und das Geld Menschen zur Verfügung zu stellen, denen es nicht immer gut geht. Und dazu muss man leider nicht immer weit suchen… 

Durch unsere Arbeiten für die Arbeitsgemeinschaft Selbsthilfe Österreich bekomme ich da manchmal Einblick in die Arbeit der Selbsthilfedachverbände, die in Österreich dafür sorgen, dass Menschen ihr Leben selbstbestimmter führen können. Die Selbsthilfe Kärnten macht da z.B. tolle Arbeit und hat auch einen Fördertopf für die diversen Kleinigkeiten und Spesen, die bei den Arbeiten der Selbsthilfegruppen anfallen, eingerichtet. Und so konnte ich gestern unsere Spende an diesen Fördertopf an den Vorstand der Selbsthilfe Kärnten übergeben.

Große Welt, gleiche Probleme

April 17th, 2008

Die Welt mag in der heutigen Globalisierung groß und anonym sein, die gleichen Probleme geben uns jedoch ein Verständnis der Gemeinsamkeit über die Grenzen hinaus: Auf die Frage, was die größte Herausforderung in seinem Job wäre, antwortet Juan Gargiulo, Leiter der Vorstufe einer Druckerei in Buenos Aires:

“Wenn die Kunden als Originale PowerPoint- oder Word-Dateien anliefern, aus denen wir dann druckfähige Vorlagen zaubern sollen. Das ist oft eine große Puzzlearbeit […]” 

Gefunden im Kundenmagazin von Heidelberg, Ausgabe 264

Jetzt kommt News….

April 17th, 2008

newsWer sich schon immer gefragt hat, wie das Team von designation aussieht, hat jetzt in der heutigen Ausgabe von Österreichs auflagenstärkstem Nachrichtenmagazin NEWS auf Seite 88 die Gelegenheit, uns zu sehen. 

Der Hund am Foto ist übrigens Heikes weiße Schäferhundin Kimana.

Jungunternehmer-Tipp Business-Lounge

März 17th, 2008

businesslounge.jpgVor drei Jahren hab ich mit meinem Design-Studio designation in einer Ecke meiner Wohnung begonnen, bin dann aber sehr bald in ein eigenes Büro gezogen, denn meine Wohnung ist für den Empfang von Kunden nicht geeignet (obwohl meine Katzen immer sehr großen Gefallen an Besuch finden).

Aber nicht jeder Jungunternehmer kann ein leistbares Büro finden, und oft ist es für die gelegentliche Besprechung auch gar nicht notwendig, nur gab es da bisher wenig Alternativen. Deshalb möchte ich zumindest den Kärntner Unternehmern die neue Business-Lounge der Wirtschaftskammer in Klagenfurt empfehlen. Hier kann man als WK-Mitglied gratis die Infrastruktur mit Besprechungs- und Präsentationsräumen nutzen.

Tolle Sache, finde ich. Würd mich jetzt nur noch freuen, wenn es dies auch in den anderen Bundesländern geben würde, damit sich die Kärntner Unternehmer mehr über die Berge hinauswagen…

Warum ich Web 2.0 mag… (aus der Sicht als Medienkonsument)

März 9th, 2008

Die Webexperten in meinem privaten und beruflichen Umfeld sprechen (und bloggen) ja schon länger über “das neue Web” - Web 2.0 -, in dem die Interaktion und der Beitrag der User den eigentlichen Content ausmacht.

Was anfangs sicher als eine  nette Spielerei für Leute mit “zu viel Freizeit” von Konzernen belächelt wurde, nimmt immer offensichtlicher einen wichtigen Platz in unserer Mediengesellschaft ein. Die unglaublichen Summen, die für diverse Web 2.0 Portale bezahlt werden, zeugen davon. 

Aber fernab von dieser Geldmaschinerie finde ich als Medienkonsument Web 2.0 immer toller, da es meinen Wünschen folgt. Der Fernseher bleibt abends meist aus, wenn man sich passiv berieseln lassen will, kann man dies über Youtube auch ein bisschen “aktiver” machen. Und dabei stösst man garantiert auf kleine Juwelen (sowohl aus dem Amateur-Musik- als auch Amateur-Filmmacher-Eck), die einem zeigen, wieviel Talent es noch da draussen gibt, das sich - zum Glück - nicht über schmierige Talenteshows im Fernsehen präsentiert.

Und immer mehr dieser Talente geraten dann durch Web 2.0 an die Oberfläche, so wie Colbie Caillat, die dank MySpace mit bescheidenen Mitteln zu einer der erfolgreichsten Sängerinnen 2007 wurde. Andy MckeeEsmee Denters und Mia Rose sind weitere Upcoming-Stars mit Besucherzahlen auf ihrem Profil, von denen viele kommerzielle Künstler nur träumen können! (Hörenswert sind übrigens auch Rose PolenzaniKoko Kaine und Kaz Mills - alle “unplugged aus dem Hinterkammerl” mit nicht mehr als einem Mikrofon und Liebe zur Musik). Die Zukunft schaut gut aus.

I only understand railway station…

März 6th, 2008

Leider macht mittlerweile ein Großteil der täglichen E-Mails in meinem Eingang unerwünschte Werbemail aus… an manchen Tagen kommen bis zu 150 Angebote zu Glücksspielen, Viagratabletten und Plastikzimmerpflanzen.
Obwohl Apple’s Mail und der Spam-Filter meines Providers diese mittlerweile recht gut rausfiltern, kommt gelegentlich doch noch eines durch, das ich händisch löschen muss.
Dabei bin ich vorhin über eine herrlich unglaubwürdige Spam-Mail gestolpert, die mir den Hauptpreis in der “Yahoo International Lottery Inc European Region” ankündigt. Während der “Schmäh” dieser Kontoverbindungsfischer ja bereits bekannt ist, überraschen und amüsieren mich der Satzbau dieser Nachrichten immer wieder aufs Neue:

Alle E-mail Adressen wurde von den Europa Einwohner und Internet Benutzer Databanken aus das ganze Europa ausgewählt. 

Sie werden geraten, Ihre siegreichen Informationen vertraulich {SEHR GEHEIM} zu behalten, bis Ihre Ansprüche und Ihr Geld bearbeitet worden sind, das zu Ihnen überweisen werden wird.

Sie müssen Ihr Gewinn nicht später als Am 12 Marz 2008 beansprucht werden. Nach diesem Datum, wird alle unbeanspruchten Fonds zu unserem Zentralebüro (als nicht beansprucht) zurückgekehrt werden.

Sieht ganz so aus, als hätte da wieder Babelfish zugeschlagen… ;-)

Die Mammuts sterben aus…

Februar 12th, 2008

In einem Marketinglehrgang haben wir kürzlich über Unternehmen diskutiert, die die Zeichen der Veränderung nicht erkannt haben und stur ihren eingeschlagenen Weg verfolgt haben. Produkte wurden zwar verbessert, der veränderte Bedarf an dem Produkt selbst jedoch nicht akzeptiert. Dies führt über kurz oder lang zu einem Niedergang des Unternehmens, als Beispiel wurde Olympia genannt, die zwar ihre Schreibmaschinen ständig komplexer und technisch ausgefeilter gemacht haben, aber nicht erkannt haben, dass die Menschen eigentlich mit Computern viel besser schreiben können. Der Rest ist Geschichte

Daran wurde ich durch die heutige Meldung im Fontblog über den “Ausbau des Online-Angebotes des Brockhaus” erinnert. Die gedruckte Ausgabe stellt mit dieser Auflage ihr Erscheinen ein, die (kostenlose) Konkurrenz bietet nun mal ein ausführlicheres und aktuelleres Angebot. Man wird sehen, ob ein kostenloses Angebot von Brockhaus die gleiche Qualität bieten wird. Wenn man sich derzeit auf deren Online-Angebot einen Artikel ansehen will, muss man schon saftige Preise (meist anscheinend zwischen 50 cent und 1 Euro pro Eintrag) dafür bezahlen.

Wer das (indirekt) bezahlen wird, ist nicht ersichtlich. Vielleicht lassen sich Unternehmen ihren Eintrag “verschönern”. Die Glaubwürdigkeit dieses renommierten Lexikons leidet schon darunter, dass offensichtlich nicht alles korrekturgelesen wurde… oder es wurde vergessen, die Domain “brokhaus.de” zu erwerben? 

brokhaus