Große Welt, gleiche Probleme

April 17th, 2008

Die Welt mag in der heutigen Globalisierung groß und anonym sein, die gleichen Probleme geben uns jedoch ein Verständnis der Gemeinsamkeit über die Grenzen hinaus: Auf die Frage, was die größte Herausforderung in seinem Job wäre, antwortet Juan Gargiulo, Leiter der Vorstufe einer Druckerei in Buenos Aires:

“Wenn die Kunden als Originale PowerPoint- oder Word-Dateien anliefern, aus denen wir dann druckfähige Vorlagen zaubern sollen. Das ist oft eine große Puzzlearbeit […]” 

Gefunden im Kundenmagazin von Heidelberg, Ausgabe 264

Jetzt kommt News….

April 17th, 2008

newsWer sich schon immer gefragt hat, wie das Team von designation aussieht, hat jetzt in der heutigen Ausgabe von Österreichs auflagenstärkstem Nachrichtenmagazin NEWS auf Seite 88 die Gelegenheit, uns zu sehen. 

Der Hund am Foto ist übrigens Heikes weiße Schäferhundin Kimana.

Jungunternehmer-Tipp Business-Lounge

März 17th, 2008

businesslounge.jpgVor drei Jahren hab ich mit meinem Design-Studio designation in einer Ecke meiner Wohnung begonnen, bin dann aber sehr bald in ein eigenes Büro gezogen, denn meine Wohnung ist für den Empfang von Kunden nicht geeignet (obwohl meine Katzen immer sehr großen Gefallen an Besuch finden).

Aber nicht jeder Jungunternehmer kann ein leistbares Büro finden, und oft ist es für die gelegentliche Besprechung auch gar nicht notwendig, nur gab es da bisher wenig Alternativen. Deshalb möchte ich zumindest den Kärntner Unternehmern die neue Business-Lounge der Wirtschaftskammer in Klagenfurt empfehlen. Hier kann man als WK-Mitglied gratis die Infrastruktur mit Besprechungs- und Präsentationsräumen nutzen.

Tolle Sache, finde ich. Würd mich jetzt nur noch freuen, wenn es dies auch in den anderen Bundesländern geben würde, damit sich die Kärntner Unternehmer mehr über die Berge hinauswagen…

Warum ich Web 2.0 mag… (aus der Sicht als Medienkonsument)

März 9th, 2008

Die Webexperten in meinem privaten und beruflichen Umfeld sprechen (und bloggen) ja schon länger über “das neue Web” - Web 2.0 -, in dem die Interaktion und der Beitrag der User den eigentlichen Content ausmacht.

Was anfangs sicher als eine  nette Spielerei für Leute mit “zu viel Freizeit” von Konzernen belächelt wurde, nimmt immer offensichtlicher einen wichtigen Platz in unserer Mediengesellschaft ein. Die unglaublichen Summen, die für diverse Web 2.0 Portale bezahlt werden, zeugen davon. 

Aber fernab von dieser Geldmaschinerie finde ich als Medienkonsument Web 2.0 immer toller, da es meinen Wünschen folgt. Der Fernseher bleibt abends meist aus, wenn man sich passiv berieseln lassen will, kann man dies über Youtube auch ein bisschen “aktiver” machen. Und dabei stösst man garantiert auf kleine Juwelen (sowohl aus dem Amateur-Musik- als auch Amateur-Filmmacher-Eck), die einem zeigen, wieviel Talent es noch da draussen gibt, das sich - zum Glück - nicht über schmierige Talenteshows im Fernsehen präsentiert.

Und immer mehr dieser Talente geraten dann durch Web 2.0 an die Oberfläche, so wie Colbie Caillat, die dank MySpace mit bescheidenen Mitteln zu einer der erfolgreichsten Sängerinnen 2007 wurde. Andy MckeeEsmee Denters und Mia Rose sind weitere Upcoming-Stars mit Besucherzahlen auf ihrem Profil, von denen viele kommerzielle Künstler nur träumen können! (Hörenswert sind übrigens auch Rose PolenzaniKoko Kaine und Kaz Mills - alle “unplugged aus dem Hinterkammerl” mit nicht mehr als einem Mikrofon und Liebe zur Musik). Die Zukunft schaut gut aus.

I only understand railway station…

März 6th, 2008

Leider macht mittlerweile ein Großteil der täglichen E-Mails in meinem Eingang unerwünschte Werbemail aus… an manchen Tagen kommen bis zu 150 Angebote zu Glücksspielen, Viagratabletten und Plastikzimmerpflanzen.
Obwohl Apple’s Mail und der Spam-Filter meines Providers diese mittlerweile recht gut rausfiltern, kommt gelegentlich doch noch eines durch, das ich händisch löschen muss.
Dabei bin ich vorhin über eine herrlich unglaubwürdige Spam-Mail gestolpert, die mir den Hauptpreis in der “Yahoo International Lottery Inc European Region” ankündigt. Während der “Schmäh” dieser Kontoverbindungsfischer ja bereits bekannt ist, überraschen und amüsieren mich der Satzbau dieser Nachrichten immer wieder aufs Neue:

Alle E-mail Adressen wurde von den Europa Einwohner und Internet Benutzer Databanken aus das ganze Europa ausgewählt. 

Sie werden geraten, Ihre siegreichen Informationen vertraulich {SEHR GEHEIM} zu behalten, bis Ihre Ansprüche und Ihr Geld bearbeitet worden sind, das zu Ihnen überweisen werden wird.

Sie müssen Ihr Gewinn nicht später als Am 12 Marz 2008 beansprucht werden. Nach diesem Datum, wird alle unbeanspruchten Fonds zu unserem Zentralebüro (als nicht beansprucht) zurückgekehrt werden.

Sieht ganz so aus, als hätte da wieder Babelfish zugeschlagen… ;-)

Die Mammuts sterben aus…

Februar 12th, 2008

In einem Marketinglehrgang haben wir kürzlich über Unternehmen diskutiert, die die Zeichen der Veränderung nicht erkannt haben und stur ihren eingeschlagenen Weg verfolgt haben. Produkte wurden zwar verbessert, der veränderte Bedarf an dem Produkt selbst jedoch nicht akzeptiert. Dies führt über kurz oder lang zu einem Niedergang des Unternehmens, als Beispiel wurde Olympia genannt, die zwar ihre Schreibmaschinen ständig komplexer und technisch ausgefeilter gemacht haben, aber nicht erkannt haben, dass die Menschen eigentlich mit Computern viel besser schreiben können. Der Rest ist Geschichte

Daran wurde ich durch die heutige Meldung im Fontblog über den “Ausbau des Online-Angebotes des Brockhaus” erinnert. Die gedruckte Ausgabe stellt mit dieser Auflage ihr Erscheinen ein, die (kostenlose) Konkurrenz bietet nun mal ein ausführlicheres und aktuelleres Angebot. Man wird sehen, ob ein kostenloses Angebot von Brockhaus die gleiche Qualität bieten wird. Wenn man sich derzeit auf deren Online-Angebot einen Artikel ansehen will, muss man schon saftige Preise (meist anscheinend zwischen 50 cent und 1 Euro pro Eintrag) dafür bezahlen.

Wer das (indirekt) bezahlen wird, ist nicht ersichtlich. Vielleicht lassen sich Unternehmen ihren Eintrag “verschönern”. Die Glaubwürdigkeit dieses renommierten Lexikons leidet schon darunter, dass offensichtlich nicht alles korrekturgelesen wurde… oder es wurde vergessen, die Domain “brokhaus.de” zu erwerben? 

brokhaus

Was aus dem Zeitschriftenregal: mare

Februar 5th, 2008

Alle zwei Monate passiert es, dass ich mit einem zufriedenen Lächeln zwischen etlichen dutzend Seiten versinke. Und zwar nicht beruflich, sondern privat: Dann kommt die neue Ausgabe von mare mit der Post.
Jetzt sind wir hier in Österreich als Binnenland mitten in den Alpen ja nicht (mehr) besonders verbunden mit dem Meer, doch gerade dies ist das Interessante an dieser “Zeitschrift der Meere”: Sie berichtet zwar über Themen, die mit dem Meer verbunden sind, dabei jedoch nicht über etwas, was man zuerst damit assoziieren würde. Und wie vielfältig dies trotzdem sein kann, zeigt mare nun seit über 10 Jahren… auch einem Alpenjungen wie mir!

Einen Designer freut diese Zeitschrift zudem natürlich umso mehr, da hier alle Komponenten nur in bester Qualität vorkommen: Angefangen von der hervorragenden Themenwahl über eine perfekte Fotoauswahl ohne Kompromisse bis zur Art Direction und dem Layout, das erfreulicherweise noch ohne Verläufe, Schlagschatten oder sonstiger “billiger” Effekte auskommt. Bei der Produktion zeichnet MetaDesign verantwortlich, der Druck erfolgt auf der Rolle in einer selten guten Qualität auf 150g/m2-Papier (!) durch Neef+Stumme.

Beste Voraussetzungen also, sodass dabei ein attraktives Magazin herauskommt, das sich nicht nur auf dem Coffee Table eines rollkragenpulloverbeleibten Architekten gut macht. Eine Zeitschrift, wie ich sie mir auch für die Alpen wünschen würde - fernab von Bergromantik und Kitsch.

In memoriam Johannes Gutenberg

Februar 3rd, 2008

Heute am 3. Februar sollten wir Werbegrafiker und Typografen einem besonderen Menschen gedenken, ohne den unsere heutige Arbeit wohl um einiges anders aussehen würde: Johannes Gutenberg, den Begründer des modernen Buchdrucks, der auf den Tage genau vor 540 Jahren verstorben ist.
Anders als oft verbreitet hat Gutenberg jedoch nicht den Buchdruck an sich erfunden (da gab es vorher schon Druckpressen mit Holztafeln), sondern diesen vielmehr durch bewegliche Lettern aus Blei enorm verbessert und vereinfacht. Dies gilt heute als Grundlage für die “dritte Medienrevolution”.
Mehr zu seinem Leben, das schon vor 600 Jahren vom harten Unternehmerleben mit Neid und Kreditstreitigkeiten geprägt war, findet sich im typolexikon.

Kalligrafie in Venedig

Februar 1st, 2008

Die International Graphics School in Venedig veranstaltet vom 21. bis 25. März 2008 einen Kalligrafie-Kurs mit Jovica Veljovic. Den Lesern meines Blogs mag “der Professor” bereits bekannt sein von meiner Teilnahme an seinem Schrift-Design-Kurs in Pettenbach.

Diesmal gehts eben um die hohe Kunst der Kalligrafie (weshalb ein Grundwissen vorausgesetzt wird) und besonders die Verbindung derselben mit Druck, jedoch schreibt Kathryn Frate von der scuolagrafica: “The course is not solely calligraphic, but will take advantage of Jovica’s knowledge of printing techniques and printed letters and the school’s printing presses.”

Erdapfel - ein Update

Januar 21st, 2008

Vor über einem Jahr stellte ich die Erdapfel, eine Sans-Serif-Schrift, die ich während eines Typedesign-Kurses kreierte, zur kostenlosen Verwendung für private Zwecke ins Netz (Lizenzart “Beerware” - d.h. man trinkt im Freundeskreis ein Bierchen auf mein Wohl).

Seitdem hat sich zwar mein Vorhaben, die Schrift mit weiteren Schnitten zur professionellen Verwendung auszubauen, immer wieder verschoben, aber der Regular-Schnitt wird auch so manchmal bereits für kommerzielle Projekte heruntergeladen. Das ist an und für sich kein größeres Problem, wenn man mich vorher schriftlich um Erlaubnis bittet.

Das tat Tobias Joseph aus Deutschland, der mir nun eine nette E-Mail mit dem Entwurf des Logos für einen Videoproduzenten geschickt hat, das die Erdapfel als Logotype verwendet. Sehr gelungen, finde ich. Was sagt ihr?

P.S.: Einen schönen Überblick über die Typo-Szene in Österreich gibt es übrigends hier, leider mit vielen veralteten Links…